Die Ehen werden im Himmel geschlossen, und die

5:32 am January 6th, 2009

Die Ehen werden im Himmel geschlossen, und die Torheiten auf Erden begangen. Man muß mit einem Löffel nicht zwei Suppen zugleich verkosten. Not macht Füße. Wo er hinkömmt, da ist’s gut gewesen oder will schlimm werden. Der faulsten Sau gehört allweg der größte Dreck. Wäre Straßburg vom Himmel gefallen, es wäre nicht schöner zu liegen gekommen. Wer aller Leute Stichblatt ist, kann gut parieren. Lepsch, laß nicht schnappen. Auf der Kanzel ist der Mönch keusch. Jedem ist zu glauben in seiner Kunst. Wer was will gelten, Der komme selten. So viel Köpfe, so viel Sinne. Wenn man einen Wagen mit Eiern umwirft, so kann man die ganze Zahl nicht mehr zusammenbringen. Was tut man nicht des lieben Hausfriedens willen? Was man ausleiht, bessert sich nicht. Aber, Wenn und Gar Sind des Teufels War. Der Teufel ist unsres Herrgotts Affe. Wenn sich Herz und Mund erlaben, Will die Nase auch was haben. Man muß den Sack vom Sack läppen. Der schönste Aff ist ein Unflat. Wo die Stiegel nieder sind, hüpfen die Hunde drüber. Wer zu lange schläft, wacht zu spät auf. Es ist gut großer Herren müßig gehn. Es ist besser, zehn Kinder gemacht Als ein einziges umgebracht. Das Wasser ist am besten an der Quelle. Aus den Augen, aus dem Sinn. Man muß der Kalbzeit ihr Recht lassen. Allerwelts Freund, jedermanns Geck. Schweig oder red etwas, das besser ist denn Schweigen. Böses bleibt nicht ungestraft. Er will andrer Leute Ratten fangen und fängt sich selber nicht die Mäuse. Es muß einer oft können, was er nicht kann. Der erste beim Feuer setzt sich am nächsten. Müßiggehen mag ich nicht, sagte jene Schwester und lauste für die Langeweile die Mäuse. Jedem gefällt seine Weise wohl, Darum ist das Land der Narren voll. Er ist Doktor, sie Meister. Nichts erhöht des Mannes Schild als Fahnlehn. Einen Mohren kann man nicht weiß waschen. Es geben nicht alle Lumpen Papier. Bessser wenig mit Liebe als viel mit Fäusten. Unglück, Holz und Haar Wachsen immerdar. Krup ünner, Krup ünner, die Welt is di gramm. Große Herren kommen am sichersten in den Himmel, wenn sie in der Wiege sterben. Das Feuer fängt vom Funken an, vom Funken brennt das Haus. Einmal geht hin. Kommst du ans Kreuz, so tränkt man dich mit Essig und Gallen. Groben Leuten und tollen Hunden soll man aus dem Wege gehen. Das Seine ist nicht sein, er spart’s einem andern. Ein Schwabe wird doch schwäbeln dürfen! Womit einer des Tags umgeht, davon träumt ihm des Nachts. Wenn man die Wiede zu viel umdreht, so bricht der Knebel. Eine Zunge ist kein Bein, Schlägt aber manchem den Rücken ein. Wohl erzogen Hat selten gelogen. Man muß die Schnur nicht zu weit richten. Wer sein Bett macht am Morgen, Braucht den ganzen Tag nicht mehr zu sorgen. Wenn man vom Wolf redet, so sieht man [von] ihm den Schwanz. Je größer Hast, je minder Sput. Daheim ist ein Mann zwei. Er prangt wie die Laus auf einem Samtkragen. _

Ein Lockvogel singt den andern ins Garn. Unglück

8:04 pm December 30th, 2008

Ein Lockvogel singt den andern ins Garn. Unglück kommt ungerufen. Mutterflüche kleben nicht, und Vaters Zorn schwärt nicht. Der Geduldige treibt den Ungeduldigen aus dem Lande. Genug ist genug, hat der Geiger gegeigt. Zur Knechtschaft wird keiner gezwungen, der zu sterben bereit ist. Schält’ ein Dieb den andern Dieb, Das wäre den Nachbarn lieb. Das ist gehüpft wie gesprungen. Kein besser Recht denn das Gegenrecht. Spott und Schaden stehen übel beisammen. Es ist zuviel von der Katze begehrt, daß sie bei der Milch sitze und nicht schlecke. Der jüngste Bodmereibrief geht allen andern dergleichen vor. Wo’s Kind gewöhnt ward, So schlägt’s in die Art. Er hat alle Sinne bis auf fünf. Soll sich der Acker wohl lösen, so muß man ihn auch wohl gürten. Die Jugend soll erwerben, was das Alter verzehrt. Nutzbare Kunst Gibt Brot und Gunst. Gott straft Buben mit Buben. Neid ist dem Menschen, was Rost dem Eisen. Wenn der warme Wind kommt, so schmilzt das Eis. Not sucht Brot, wo sich’s findet. Zeit hat Ehre, sprach die Magd, als sie zur Mettezeit vom Tanz nach Hause ging. Der Pfennig gilt nirgend mehr, als wo er geschlagen ist. Auf groben Klotz ein grober Keil. _

Kuh und Schafe gehen miteinander, aber der Adler

4:50 am December 29th, 2008

Kuh und Schafe gehen miteinander, aber der Adler steigt allein. Gebrauchter Pflug blinkt, Stehend Wasser stinkt. Es ist kein Granatapfel so schön, er hat ein böses Kernlein. Arbeit ist Irrtums Lohn. Ein Wort ist ein Hauch, ein Hauch ist Wind. Wer seine Frau lobt und sein Kompost, der wär’ sie beide gerne los. Die großen Humpler machen die meisten Späne. Wenn’s am besten schmeckt, soll man aufhören. Viele Teile, schmale Brocken. Was bald auffliegt, fliegt bald ab. Gut Land, feige Leute. Es ist gut, daß der Schöffen sieben sind. Nicht alle Wolken regnen. Hilft’s nicht allein, So hilft’s doch im Gemein. [* fehlt bei Simrock.] Man faßt das Pferd beim Zaum, den Mann beim Wort. Nichts kühner als des Müllers Hemd, das jeden Morgen einen Dieb beim Kragen nimmt. Gelehrte sagen, ich hab’s gelesen, Soldaten, ich hab’s getan. Bricht ein Ring, so bricht die ganze Kette. Jeder spricht am liebsten von seiner Kunst. Wer recht beichtet, dem gibt man rechte Buße. Der da hat die Kühe, Der hab’ auch die Mühe. Ich hab ein Maul, dem geb ich zu essen, das muß reden, wie ich will. Wo Gold vorregnet, da regnet es Laster nach. Fressen und Saufen macht die Ärzte reich. Die Deutschen kriegen mit Eisen, nicht mit Gold. Es hilft nicht spannen, man muß abschießen. Leid und meid, Bist du gescheit. Man soll nicht um des Kaisers Bart streiten. Freigebig mit dem Maul, karg mit dem Beutel. Kleine Geige ist oft mit einem Fidelbogen nicht zufrieden. Kurze Predigt, lange Bratwürste. Trockner April Ist nicht des Bauern Will, Aprilen-Regen Ist ihm gelegen. Abendrede und Morgenrede kommen selten überein. Später Markt wird gern gut. Es wird kein Zager ein Kaufherr. Hätten wir alle einen Glauben, Gott und das gemeine Beste vor Augen, Guten Frieden und recht Gericht, Eine Elle, Maß und Gewicht, Gleiche Münze und gutes Geld, So stünd’ es wohl in aller Welt. Einen Mohren kann man nicht weiß waschen. Lieber ungezogen Kind als verzogen Kind. Wo keine Ochsen sind, da ist die Krippe rein. Lob ohne Maß hat keine Ehre. Versprechen Muß man nicht brechen. Gleiche Fladen Macht gleich Aufladen. In einem Schafstall kann ein Kalb König sein. Es ist nicht jedermann auf die Hochzeit geladen. Die Bremen haben die Gerechtigkeit von alters her, daß sie Blut saugen. Alle Welt hat nur einen Willen: daß es ihr wohlgehe. Lauf hin, wohin du willst, du wirst überall den Wirt daheim finden. Es ist nicht gar erdicht’t, Was der Pöbel spricht. ..

Es lacht mancher, der lieber weinen möchte. Nichts

4:02 am December 29th, 2008

Es lacht mancher, der lieber weinen möchte. Nichts ist so schlecht als ein schlechter Verlaß. Schwerlich essen die Hunde Bratwürste, sie stehlen sie denn. Genug ist über einen Sack voll. Husaren beten um Krieg und der Doktor ums Fieber. Nach Fischen Nüß, nach Fleisch iß Käse. Diese Suppe ist ihm zu fett. Wenn ein Gestüte vergehen soll, beißt ein Pferd dem andern den Schwanz ab. Die Nächsten treten einem die Schuhe aus. München soll mich nähren, In Ingolstadt will ich mich wehren. Jeder Tag hat sein Lieb und Leid. List tut mehr denn Stärke. Betteln ist besser als stehlen. Eine gute Predigt muß nicht zu breite Tressen haben, das Tuch muß noch daran zu sehen sein. Da liegt der Has im Pfeffer! Der Gang vermag tausend Gulden. Setz an! sagte Hans mit der wächsernen Nase. Der erste Wurf taugt nichts. Süßes kriegt der nicht zu lecken, Der nicht will das Saure schmecken. Wer Geld genug hat, der kauft, was er will. .

Aus dem Staube in die Mühle. Dreckdorf, Speckdorf.

12:01 am December 25th, 2008

Aus dem Staube in die Mühle. Dreckdorf, Speckdorf. Das Beste kauft man am wohlfeilsten. Der Mann muß Haar lassen, er mag eine Alte oder Junge heiraten. Es ist nicht alles Gold, was da gleißt. Es geht an die letzte Garbe. Neue Herrschaft, neue Lehrzeit. Man muß nicht mit sechsen fahren, wenn man nur Futter für zweie hat. Wer in sein Nest hofiert, besch- sich selber. Was ich denk und tu, Trau ich andern zu. Es geht noch manch Rad um, eh das geschieht. Harren ist langweilig, macht aber weise. Fremde Pferde laufen schnell. Schweig, Herz, und rede, Maul. Hüte dich vor dem Schleicher, der Rauscher tut dir nichts. Mer wend go, sagt der Schaffhäuser. Jeder spricht am liebsten von seiner Kunst. Armut [ist] der Künste Mutter. Wir haben es also gefunden, wir müssen es also bleiben lassen. Wer in allen Gassen wohnt, wohnt übel. Schlecht geschlafen ist halb geschliffen. Je mehr Tücke, Je besser Glücke. Groben Leuten und tollen Hunden soll man aus dem Wege gehen. Träume sind Gäume (Wahrnehmungen). Lichter Tag, lichte Augen. Junger Schlemmer, alter Bettler. Mißtrauen bringt weiter als Zutrauen. Wo die ersten Wetter hinziehen, da ziehen auch die andern hin. Die Finsternis sei noch so dicht, Dem Lichte widersteht sie nicht. Wer sich auf andre verläßt, der ist verlassen. In Hoffnung schweben Macht süßes Leben. Alle Leute konnten nicht treffen, aber mein Sohn schoß dicht vorbei. Lügen und Stehlen gehen miteinander. Ein Roter traut dem andern nicht. Gleiche Bürde bricht keinem den Rücken. Sparen ist verdienen. Seines Handwerks soll sich niemand schämen. Klingt es nicht, so klappert’s doch. Weniger Rat und vieler Hände. Keine Mönchskappe so heilig, der Teufel kann drein schlüpfen. Samson war ein starker Mann, aber er konnte nicht zahlen, eh er Geld hatte. Eil Bringt im Kriege Heil. Gered’t ist gered’t, man kann’s mit keinem Schwamm auswischen. Im Becher ersaufen mehr als im Meer. Der Teufel schlägt seine Mutter, daß sie Öl gibt. Ein wenig Weigerns steht wohl. Die Narren haben Gastereien, die Weisen essen sich satt. Gott windet aller Menschen Missetat auf einen Knäuel. Eines Menschen Tun und Wesen, An der Stirne ist’s zu lesen. Fremdes Feuer ist nie so hell als der Rauch daheim. Nimmer Geld, nimmer Gesell. Wer unterwegs ist, muß fort. Iß deinen Brei und halt dein Maul. Des Menschen Freien Sein Verderben oder Gedeihen. Huren und Buben verstehen sich bald. Gute Zimmerleute machen wenig Späne. Hohe Klimmer und tiefe Schwimmer werden nicht alt. Mit Fragen kommt man durch die Welt. Der Borger muß auf den Zahler denken. .

Dreie leben friedlich, wenn zweie nicht daheim sind.

4:52 am December 21st, 2008

Dreie leben friedlich, wenn zweie nicht daheim sind. Bei großer Gewalt ist große Narrheit. Je fetter der Floh, je magerer der Hund. Unverworren gibt gut Garn. Keine Mutter trägt einen Bastard. Schluchzen Wird oft Juchzen. Narrenspiel will Raum haben. Langer Krankheit kommt man selten auf. Wenn man einen Narren im Mörser zerstieße, so ließe doch seine Narrheit nicht von ihm. Man muß nicht mit sechsen fahren, wenn man nur Futter für zweie hat. Die Luft bläht die Sackpfeifen auf und Hoffart den Narren. Besser geschworen Als verloren. Küsters Kuh darf auf dem Kirchhof grasen. Lügen und Stehlen gehen miteinander. Eine Ehre ist der andern wert. Besser zweimal messen Als einmal vergessen. Wie dir um mich Ist mir um dich. Liebe Ergibt sich keinem Diebe. Wer sich heut nicht bessert, wird morgen ärger. Die Wunden heilen übel, die man sich selber schlägt. Sommersaat und Weiberrat gerät alle sieben Jahre einmal. Wenn die Tage langen, Kommt der Winter gegangen. Lob wird manchem toten Mann, Der Lob im Leben nie gewann. Üble Henne, die in Nachbarshäuser legt. Kein Pfaffenrock so heilig, der Teufel schlüpft hinein. Glimpf ist besser denn Recht. Schau dich zuerst selbst im Spiegel. Wo mein Beutel aufgeht, da raucht meine Küche. Ein Zaun währt drei Jahre, Ein Hund überwährt drei Zäune, Ein Pferd drei Hunde, Ein Mensch drei Pferde. Wer dem andern seinen guten Namen raubt, macht ihn arm und bereichert sich nicht. Das Hemde ist mir näher als der Rock. Ohne Rat Keine Tat. Ein Augenzeuge gilt mehr denn zehn Ohrenzeugen. Dem Schuldigen schaudert. Dem Schuldigen läuft die Katze bald über den Rücken. _

Filial gehört zur Mutter wie die Küchlein zur

6:01 am December 17th, 2008

Filial gehört zur Mutter wie die Küchlein zur Henne. Es ist ein böser Pfennig, der einen Gulden schadet. Wer einen Betrüger betrügt und einen Dieb bestiehlt, erhält hundert Jahr Ablaß. Wenn die Kuh nimmer Milch gibt, gehört sie unter den Schlegel. Scherz will Ernst haben. Zorn erwürgt den Toren. Der Schatz hebt sich alle Jahre um einen Hahnenschritt. Frauen und Geld Regieren die Welt. Unglück ist leichter zu tragen als Wohltat. Kein teurer Fleisch als Roß- und Weiberfleisch. Weiser Mann, starker Mann. Arme Leute schlafen für wohl essen. Wenn der Hund nicht Lust hat zu jagen, reitet er auf dem Hintern. Wer zuviel predigt, verjagt die Zuhörer. Das Retardat frißt die Kuxe. Wer die Leiter hält, ist so schuldig als der Dieb. Feiertagskleider werden bald Alltagshosen. Er bleibt lang aus, der nicht kommt. Kommt der Dieb zum Eide Und der Wolf zur Heide, Gewonnen Spiel für beide. Wenn Kinder kacken wollen wie große Leute, so knacken ihnen die Ärsche. Gesellensitten und Räuden erben. Was zweien zu weit, ist dreien zu enge. Er hat der Sehnen mehr an seiner Geige. Es reimt sich wie eine Faust auf ein Auge. Es ist gut neben seinem Wagen gehen. Das Schenken pflegt’s mit sich zu bringen, Daß man des Schenkers Lied muß singen. Der Teufel hat mehr denn zwölf Apostel. Pfaff supplex ora, Fürst protega, Bauer labora. Wer nicht traut, dem ist nicht zu trauen. Frisch dran Töt’t halb den Mann. Wer den Acker nicht baut, Dem wächst Unkraut. Vernünfteln bannt Vernunft. Leere Ähren stehen hoch. Es schadet nichts, sagt der Schneider, wenn er die Hosen verschnitten, nur neu Tuch her! Jeder Krämer lobt seine Ware. Schulden sind keine Hasen. Wo man mit Feuerbränden wirft, da bläst der Teufel in die Asche. Reines Herz und froher Mut Stehn zu allen Kleidern gut. Des einen Nein gilt so viel als des andern Ja. Klapp, sagte Knitt, da hatt’ er eine Fliege gefangen. Wucher greift um sich wie Krebsschaden. Ein Tag verleiht, was das ganze Jahr weigert. Womit man sündigt, daran wird man gestraft. Die Geiß kriegt früh einen Bart. Geliehen Gold wird Blei, wenn man’s wiederfordert. Krumm Holz hat viel Glut. Es kommt alles in einen Magen. Zum Laufen hilft nicht schnell sein. Ehr und Eid Gilt mehr als Land und Leut. Ein jeder hat seinen Wurm. Die Toten sind verschwiegen.

Wo der Löffel ausreicht, da bedarf es der

4:45 pm December 12th, 2008

Wo der Löffel ausreicht, da bedarf es der Kelle nicht. Man hält einen Hund in Ehren seines Herrn wegen. Der eine rafft die Steine, der andre wirft sie. Adams Kinder sind Adam gleich. Viele zur Hülfe, wenige zum Rat. Ein Haben ist besser als zwei Kriegen. Prasser eilen zum Bettelstab. Man muß dem Mund nur was bieten. Unkraut wächst besser als der Weizen. Er gewinnt das Kratzen hinter den Ohren. Der Satte mag nicht wissen, wie dem Hungrigen zumute ist. Barmherzige Mütter ziehn grindige Töchter. Des einen Glück, Des andern Ungeschick. Der ist ein kluger Mann, Der sich in Menschen schicken kann. In Komplimenten ist Sparsamkeit höflich. Not lehrt Künste. Mit jedermann dich freundlich halt, Vertrau doch nicht, die Lieb ist kalt. Das heißt dem Dreck eine Ohrfeige geben. Was der Löwe nicht kann, das kann der Fuchs. Arbeiten bringt Brot, Faulenzen Hungersnot. Es ist kein Ort, Er verrät den Mord. Man schießt auch wohl mit schlaffer Sehne. An der Geduld erkennt man den Mann. Man hat sich so leicht verred’t als vertan. Ist dir ein Glück beschert, so gaukelt es querfeldein. Der Edelwein am Rhein Muß aller König sein. Wer meinet, daß er weise sei, Dem wohnt ein Esel nahe bei. Er red’t von Herrn Tillmanns Kappe. Ein zänkischer Mensch richtet nur Unglück an. Leihen macht Freunde. Wer nicht dürstet, ist dem Durstigen hart. Unkraut vergeht nicht. Man neigt dem Baum, der Nutzen bringt. Eigne Hühner, teure Eier, Eigne Glocken, teu’r Gebeier, Eigne Pferde, teure Fracht, Eigne Hunde, teure Jagd. Das Unglück kommt bei Haufen. Ein ersparter Pfennig ist so gut wie der erworbene. -

Wünschen fördert keine Arbeit. Er ist nicht von

3:15 am December 6th, 2008

Wünschen fördert keine Arbeit. Er ist nicht von Gebingen, sondern von Nehmingen. Des einen Schaden ist des andern Nutzen. Neidhart haßt nur die Tagvögel. Burschenschaft ist Burschenschaft, sagt Kampz. Jeder hat seine Schelle. Der Vater muß dem Kinde den Namen geben. Hier sitzen die Musikanten! Wollust pfeift dem Fleisch zum Tanz. Pfaffengut, Klosterbeute. Er ist auf dem Rücken zur Kirche gegangen. Wenn der Wolf altet, reiten ihn die Krähen. Wie viel Köpfe, So viel Kröpfe. Das Kalb lernt von der Kuh. Stiehl viel, gib wenig, so kommst du davon. Wer den andern betrügt, der macht einen Sack, darin er sich selbst fangen wird. Wen der Kaiser adelt, der genießt des Kaisers Adel. Arme mag man haben, Bettler nicht. Des Herren Ritt über die Saat läßt goldenen Huf. Alte Kirchen haben gut Geläute. Wenn Simon und Judä vorbei, So rückt der Winter herbei. Der Mann ist ehrenwert, Der alle Dinge zum Besten kehrt. Nährt die Fidel ihren Mann, So nimmt sie ihn zum Geiger an. Es ist nicht Not, daß man den Bach in den Fluß leite. Geschriebenes Recht ist ein breites, dünnes Netz, die Mücken bleiben drin hängen, die Hummeln brechen hindurch. Was weiß der Bauer von Gurkensalat? Er ißt ihn mit der Mistgabel. Ein Messer wetzt das andre. Mit Nachbarn ist gut Scheuern bauen. Wagen gewinnt, Wagen verliert. Wider spitze Worte gehören verharschte Ohren. Geschwätziger Feind ist schlimmer, denn der da schweiget. Hennen, die viel gackern, legen wenig Eier. Er steht da wie St. Näf mit dem steinernen Mantel. Viel essen macht nicht feißt, Viel studieren nicht fromm und weis. Arbeitsschweiß an Händen hat mehr Ehre als ein goldener Ring am Finger. -

Gut Pferd, das nie stolpert, Gut Weib, das

4:26 am November 26th, 2008

Gut Pferd, das nie stolpert, Gut Weib, das nie holpert. Wer die Leiter hält, ist so schuldig als der Dieb. Armer Leute Reden gehen viel in einen Sack. Den Freund zu erkennen, mußt du erst ein Scheffel Salz mit ihm gegessen haben. Es sind nicht alle Doktoren, die rote Hüte tragen. Lehen fallen nicht auf die Spindel. Wer ausgibt, muß auch einnehmen. Cras, cras ist der Raben Sang. Leiden währt nicht immer, Ungeduld macht’s schlimmer. Ein Mietling achtet der Schafe nicht. Zu Hof kann man sich wohl wärmen, aber auch verbrennen. Er tut, als wär’ der Papst sein ärmster Vetter. Wer leuchtete, eh du warst? Sachs, Bayer, Schwab und Frank, Sie lieben alle den Trank. Deinen Lohn sollst du nicht wissen. Gott macht gesund, und der Doktor kriegt’s Geld. Der Teufel hat gewonnen Spiel. Wer tot ist, kommt nicht wieder. Wer sich auf andere verläßt, der ist verlassen. Den Esel will jedermann reiten. Man muß die Schnur nicht zu weit richten. Die allzeit lehren, Sich nimmer bekehren. Junge Pferde wollen den Bereiter abrichten. Hans, prahle sachte! Verboten Obst ist süß. Es wird kein treuer Vormund gefunden. Unkraut verdirbt nicht, es käm’ eher ein Platzregen drauf. Wes du dich schämst vor andern, das tu auch allein nicht. Je ärger Strick, Je besser Glück. Man streitet mehr um Schalen, Hülsen und Kleien als um Kern und Frucht. Der Gesandte ist unverletzlich. Die Narren haben mehr Glück als Recht. Wer Gott fürchtet, hat nichts anders zu fürchten. Wer nicht spinnt, behält seinen Flachs. Politisch ist englisch reden und teuflisch meinen. Er ist reich daheim, weiß aber sein Haus nicht. Einem witzigen Knecht müssen die Edelleute dienen. Wer sich zum Schafe macht, den fressen die Wölfe. Wer sammelt, spart’s einem andern Mann. Die Flucht siegt. Was du tust, bedenk das Ende. Vorteil ist nicht allezeit Gewinn. Ist eine Mutter noch so arm, So gibt sie ihrem Kinde warm. Ein alter Baum ist schwer verpflanzen. Wer gerne kürbäumt, faulbäumt gern. Armer Leute Reden gilt nicht. Frische Fische, gute Fische. Auf dem Weg, den viele gehn, wächst kein Gras. Frühregen und Frühgäste bleiben selten über Nacht. Es übergibt sich niemand leicht. Wer einen Bauern plagen will, nehme einen Bauern dazu. SpeyrerWind, Heidelberger Kind und Hessenblut Tun selten gut. Was einem zu weit ist, ist dreien zu eng und nur zweien gerecht. Geschenk macht leibeigen. Die Ladung bringt das Geleit mit sich. Narren sagen auch etwan wahr. Lichtmeß, Spinnen vergeß. * Nach Liebe Leid. Wer dem Regen entlaufen will, fällt oft ins Wasser. Ein junger Knab muß leiden viel, Wenn er zu Ehren kommen will. Der Sparer will einen Zehrer haben.


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