Arm oder Reich, Der Tod macht alles gleich.

5:19 am March 8th, 2010

Arm oder Reich, Der Tod macht alles gleich. Biber und Otter haben keine Hege. Verloren Ehr Kehrt nimmermehr. Zage haben kein Glück. Erfahrung ist eine teure Schule. Die Katze sieht den Bischof an, Ist doch ein geweihter Mann! Man wirft nicht mit Eiern nach Sperlingen. Es läßt sich wohl ein Kaisersgut verzehren. Es ist bös essen, wo kein Brot ist. Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, Der bleibt ein Narr sein Leben lang. Schleck will Streiche haben. Eigenlob stinkt, Freundes Lob hinkt, Feindes Lob klingt. Man hängt keinen zweimal. Er will uns weismachen, Gott heiße Gerhard. Ein Zager legt nimmermehr Ehr ein. Bar Geld lacht. Dem Gottlosen die Hefen. Spar dein Brot, So hast du in der Not. Dem Fleißigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen. Sie leben in Saus und Braus und tun, als äßen sie Haberstroh. Rat Nach der Tat Kommt zu spat. Reu, Des Herzens Arznei. Drauf los! es ist ein Hesse! Starke Leute haben starke Krankheit. Die Alten müssen die Jungen lehren. Armut ist listig, sie fängt auch einen Fuchs. Manneslist ist behende, Weiberlist hat kein Ende. Nach böser Ernte säe. Es kann oft einer, was er nicht weiß. Wenn zu Hofe gegessen ist, sind die Schüsseln leer. Die Welt ist nicht mit Brettern zugenagelt. Es ist eine kühne Maus, die der Katz ein Nest ins Ohr darf machen. Geburt macht nicht edel. Wer ins Feuer bläst, dem fliegen die Funken in die Augen. Je schwärzer die Nacht, je schöner der Tag. Den Glauben gibt der Pastor. Gebrühte Katze scheut auch das kalte Wasser. Mancher springt über einen Besen und fällt über einen Hundedreck. Dörfer haben auch Weichbild. Jeder Fuchs pflegt seines Balgs. Wir fehlen alle, sprach die Äbtissin, als ihr der Bauch schwoll. Bei Wasser und Brot Wird man nicht tot. Überkommt einer ein Amt, so redet er nicht mehr seine Sprache, er hebt an schwäbisch (hochdeutsch) zu reden. Schweigen ist oft besser als sich verantworten. Einer Wand, die fallen will, gibt jedermann Stöße. Amen ist des lieben Gottes großes Siegel. Der Bauch macht uns alle zu Schelmen. Disteln tragen keine Trauben. Welsch Blut Tut keinem Deutschen gut. Wenn du’s sägen willst, so will ich’s bohren. Des Menschen Freien Sein Verderben oder Gedeihen. Wer Pfannkuchen essen will, muß Eier schlagen. Hätt’ ich Glück und guten Wind, ich führ’ in einem Schüsselkorb über den Rhein. Fische, wenn du beim Wasser bist. _

Nimmt der März Den Pflug beim Sterz, Hält

1:54 am March 8th, 2010

Nimmt der März Den Pflug beim Sterz, Hält April Ihn wieder still. In Schurken und Narren teilt sich die Welt. Es ist kein Narr, der einem eine Narrheit zumutet: es ist ein Narr, der es tut. Muß ist Zwang, Und Kreischen ist Kindergesang. Ein gut Wort richtet mehr aus als ein Fähnlein Landsknechte. Er kauft den Haber von der Gans. Man kann, was man will. Man muß die Haut nicht eher feilbieten, als bis man den Bären hat. Geld hat einen feigen Hals. Er will seinen Vater lehren Kinder machen. Ich will dich schon ist minder gut, Ich hab dich schon am besten tut. Er sieht aus wie der Tod zu Basel. Nachbars Kuh ist eine herzensgute Kuh, gibt aber keine Milch. Viel Hände Machen bald ein Ende. In kleinsten Raum Pflanz einen Baum Und pflege sein, Er trägt dir’s ein. Große Bäume geben mehr Schatten als Früchte. Hühner und Hahnen Bleiben Gespanen. Es wär’ ein Schlump, daß man einen Hasen mit der Trommel finge. Wo Weiber regieren, steigen die Stühle auf die Bänke. Kupfern Geld, hölzerne Seelmeß. Feiertag, Fülltag. Den Glauben gibt der Pastor. Versprechen und halten Ziemt wohl Jungen und Alten. Jeder hat seinen eigenen Teufel. Er richtet gern an - aus andrer Leute Häfen. Im Spiegel sieht man die Gestalt, im Wein das Herz. Der nichts kann als fromm sein, muß betteln. Wo keine Not, ist Hülfe nichts wert. Im Mai gehn Huren und Buben zur Kirche. Unrat Frißt Sack und Saat. Wahrmanns Haus steht am längsten. Hochmut kommt vor dem Falle. Die sich lassen sagen, denen mag man raten. Frauenkleider decken wohl. Dem die Kuh ist, der nimmt sie beim Schwanz. Gewohn’s, so kommt’s dich nicht hart an. Wer den andern jagt, wird auch müde. Not hat keinen Feierabend. Der Pfaff lebt ein Jahr nach seinem Tode. Ein ledernes Koller und die Franzosen sind eine ewige Trach* * Fraß bringt mehr um als das Schwert. Die Schulden sind der nächste Erbe. Ein jeder kehr’ vor seiner Tür, Er find’t wohl Kot genug dafür. Alte Diener, Hund und Pferd Sind bei Hof in gleichem Wert. Wie sie spann, So hat sie an. Was unrecht ist, nimmt Überhang. Man muß die Feste feiern, wie sie fallen. Gut gewonnen ist gut zu halten. Lieber sich zum Schelm schlafen als sich zum Schelm arbeiten. Tu ein Ding, daß es getan heißt. Es ist nötiger den Mund verwahren denn die Kiste. Den Teufel sind wir los, die Bösen sind geblieben. Polnische Brücke, böhmischer Mönch, schwäbische Nonne, welsche Andacht und der Deutschen Fasten gelten eine Bohne. Wer weiß, wo der Hase läuft, sagte jener und legte das Garn auf dem Dache aus. Wer anbeißt, läßt selten davon. Wohlfeil kramen, nichts verschenken. Freundes Hülfe reitet nicht auf der Ochsenpost. Die Ringe tragen, sind Gecken oder Prälaten. Wo der Wirt vor der Türe steht, da sind nicht viel Gäste. -

Wollust hat ein schön Gesicht und ein besch-

1:46 pm March 7th, 2010

Wollust hat ein schön Gesicht und ein besch- Gesäß. Wer einen Schalk fangen will, muß einen Schalk hinter die Türe stellen. Vornehme Frauen gebären in drei Monaten. Wenn Hochzeiter und Braut beisammen sind, hat der Teufel Fastnach* * An Höfen gibt es mehr Achitophel als Josephe. Fürchte Gott, tue Recht, scheue niemand. Wenn es Brei regnet, hab ich keinen Löffel. Jeder schaue in seinen Rinnstein. Die Scheide fürchtet keinen Degen. Wer Liebe bergen will, dem kriecht sie an den Augen heraus. Mit Menschen Frieden, mit Sünden Krieg. Schlimme Weiber, aus denen man nicht kommen kann. Wenn der Dieb zum Galgen zeitig ist, so bringt er den Strang selbst mit. Kometen, Böse Propheten. Nichts haben, Ruh haben. Eine Henne hat das Recht über neun Zäune. Der Lump gilt nichts, wo die Leute teuer sind. Vieh und Menschen muß man nicht zusammenrechnen. Man kennt den Wolf am Gang, Die Glock am Klang, Den Franziskaner am Strang, Den Bauer an der Gabel, Den Advokaten am Schnabel. Wer viel Eier hat, der macht viel Schalen. Das Wasser ist am besten an der Quelle. Er frißt Hobelspäne und sch- Tannenbord. Kindeshand ist bald gefüllt, Kindeszorn ist bald gestillt. Es ist geschehen, man kann nichts mehr daran verderben, sagte die Maid. Der ist der Mann, Der sich selbst regieren kann. Wenn Kinder wohl schreien, so leben sie lange. Draußen hat man hundert Augen, daheim kaum eins. Wer dich kennt, der kauft dich nicht. Alte Kessel machen rußig. Wer seine Last erwägt, Sie desto sichrer trägt. Reichtum macht nur Mut, Wenn man’s gebraucht wie hinterlegt Gut. Wer alles will, bekommt nichts. Wiesen und Zehent sind leicht unterhalten. Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Garaus, So wird ein voller Bruder draus. Der Rhein wäscht einen nicht ab. Wer in allen Gassen wohnt, wohnt übel. Zeit macht Heu. Wenn der Schlag nicht offen steht, kann der Vogel nicht einfliegen. Pfingsten, wenn die Gans auf dem Eise geht! Lange hungern ist kein Brot sparen. Den Ochsen soll man bei den Hörnern nehmen, den Mann beim Worte, die Frau beim Rock. Wer Geld in der Tasche hat, braucht keinen Staat zu machen. _

Dein Fund, mein Halb. Wer kein Unglück gehabt

5:34 pm March 3rd, 2010

Dein Fund, mein Halb. Wer kein Unglück gehabt hat, der weiß von keinem Glück zu sagen. In Komplimenten ist Sparsamkeit höflich. Wer nur will, der kann wohl. Faule Hände müssen ein böses Jahr haben. Lösche beizeit, eh das Feuer zum Dach ausschlägt. Die Natur muß den ersten Stein legen. Zu aller Stund Weint die Frau und pißt der Hund. Damit lockt man keinen Hund vom Ofen. Kindeshand ist bald gefüllt, Kindeszorn ist bald gestillt. Seine Hühner legen Eier mit zwei Dottern. Ungezogne Kinder Gehn zu Werk wie Rinder. Gespaltne Glocke hat bösen Laut. Die Elster läßt ihr Hüpfen nicht. Je ärger das Stück, Je größer das Glück. Was tut der Esel mit der Sackpfeife? Alte Vögel sind schwer rupfen. Wer übel schwatzt, verliert ein gutes Schweigen. Dem die Kuh gehört, der faßt sie bei den Hörnern. Man soll die Bärenhaut nicht verkaufen, ehe der Bär gestochen ist. Was Gott beschert, Ist unverwehrt. Der schläft wohl, der nicht weiß, wie übel er liegt. Wenn man anfängt zu kriegen, So fängt man auch an zu lügen. Was mir einer gewähren muß, das kann er mir nicht entwehren. Wer recht tut, der ist wohlgeboren. Man muß früh aufstehen, wenn man früh fertig werden will. Gern gesehn kommt ungebeten. Bern hat schöne Gassen und ein wüstes und wildes Land. Sind Hände und Füße gebunden, so läuft die Zunge am meisten. -

Ungarn ist der Kirchhof der Deutschen. Wer kein

6:07 pm March 2nd, 2010

Ungarn ist der Kirchhof der Deutschen. Wer kein Ohr hat, dem kann man keins abschneiden. Man empfängt die Gäste freundlich mit Mund und Hand und mit Herzen, wie Gott wohl weiß. Wie der Meister, so das Werk. Da man schrieb der Edel und Fest, Da stund die Sach am allerbest, Da man schrieb Hochgeboren, Da war Hopf und Malz verloren. Man soll sein Licht nicht untern Scheffel stellen. Hoch genug macht alte Kriegsleut. Aus klattrigen Fohlen werden die schönsten Hengste. Die Sau gibt nicht Wolle wie ein Schaf. Der Geiz macht sich seine Höllenfahrt sauer. Wo mein Beutel aufgeht, da raucht meine Küche. Besser in die weite Welt als im engen Bauch. Leiden und danken ist die beste Hofkunst. Es heißt immer: Wurst wider Wurst und der Magd ein Trinkgeld. Es ist kein Mann so kleine, Er hat der Teufelsadern eine. Nimm das Kräutlein, so du kennest. Dem Hasen ist nicht wohler, als wo er geworfen ist. Wer warten kann, hat viel getan. Ein Tag ist des andern Schulknabe. Schulden sind der nächste Erbe. Man soll die Bärenhaut nicht verkaufen, ehe der Bär gestochen ist. Den Ofen heizt man nur, daß er wieder wärme. Steh fest, Schiffer! sagte Hinz und schmiß ihn über Bord. Wenn das Kind getauft ist, will es jedermann heben. Die auf der fliehenden Seite haben nie gesiegt. Wenn eine Glocke an einer Stelle geborsten ist, ist sie ganz untauglich. Rufe nicht Fisch, du habest ihn denn bei den Kiefern. Es ist ihm nicht ums Schaf, sondern um die Wolle. Ein armer Mann ist selten ein Graf. Er macht’s wie der Truthahn in Dresden, spricht er nicht, so denkt er desto mehr. Wenn der Mai ein Gärtner ist, ist er auch ein Bauer. Tugend kennt sich selber nicht. Jugend schadet der Weisheit nicht. Auf solcher Kirchweih gibt man solchen Ablaß. Es erhöhet nichts des Mannes Schild denn Fahnlehn. Man neigt dem Baum, der Nutzen bringt. Die Brieg und die Breg Bringen die Donau zuweg. Lehen tragen keine Schulden. Wenn die Kuh den Schwanz verloren hat, merkt sie erst, wozu er gut gewesen ist. Mit Geld Probiert man die Welt. Gott findet den Schuldigen. Spott ist das Wetterleuchten der Verleumdung. Sommerroggen und Ziegenmist Lassen den Bauern, wie er ist. Man ist nie weniger allein denn allein. Zähne und Erbe verlassen tut wehe. Der Ausgang wird’s lehren. .

Kümmre dich nicht um ungelegte Eier. Treue Hand

11:14 am March 1st, 2010

Kümmre dich nicht um ungelegte Eier. Treue Hand Geht durchs ganze Land. Voll Land, Toll Land. Wer dem Haufen folgt, hat viel Gesellen. Willkommen ist ein freundlich Wort, Doch bitter lautet Scherdichfort. Sie schlafen nicht alle, die mit der Nase schnaufen. Wenn man das Liedchen zu hoch anfängt, so erliegt man im Singen. Wer’s Messer zuerst zuckt, muß es auch zuerst einstecken. Der Verleumder schadet sich, dem Beleidigten und dem Zuhörer. Glück geht über Witz. Wo die Jesuiten Schul halten, da hat man bald keinen Schweinhirten mehr. Arbeit hat bittere Wurzel, aber süße Frucht. Krieg ist kein Kinderspiel. Der Liebe Wunden kann nur heilen, der sie schlug. Borgen und Jucken tut nur eine Weile wohl. Ein Esel schimpft den andern Sackträger (Langohr). Tanze, wenn das Glück dir pfeift. Fräulein von der Hutsche, Wenn sie fahren will, hat sie keine Kutsche. Gebt ihm, er ist von Ulm. Geld her, Geld her, klingen die Glocken, wenn gleich der Pfaff tot ist. Von Dräuen stirbt man nicht. Was nicht eine bestimmte, gemessene und gewidmete Zeit hat, das wird alleweg auf ewig verstanden. Was geliebt will werden, muß sich darnach stellen. Mancher sieht mit einem Auge mehr als ein anderer mit zweien. Es ist entweder was Närrisches oder was Herrisches. Hoffart löscht das Feuer in der Küchen aus. Der lange Spieß gilt nicht. Die Lüge hängt zusammen wie Sand, man kann ihn nicht ballen. /

Wenn der Mann die Frau einmal schlägt, schlägt

9:40 am February 28th, 2010

Wenn der Mann die Frau einmal schlägt, schlägt er sie mehr. Groß Herr, groß Recht, Klein Knecht, klein Recht. Der Himmel ist hoch, man kann sich nicht dran halten. Die Unschuld muß allemal den Hund heben. Armut ist der sechste Sinn. Bescheidenheit, Das schönste Kleid. Der Rhein will alle Jahr sein Opfer haben. Mit einem Löffel Honig fängt man mehr Fliegen als mit einem Faß voll Essig. Dem Esel Haferstroh, dem Pferd den Hafer. Man muß nicht alle Berge ebnen wollen. Es ist kein Sack so bös, er ist noch einer Bitte wert. Was der Freund bekommt, ist unverloren. Man schwätzt oft einem von einem Kissen und setzt sich an seiner Statt darauf. Wo man ißt, geh hinzu, wo man Geld zählt, geh hinweg. Wer stolz ist, der ist grob. Unverzagt Hat’s oft gewagt. Die Gänse gehen überall barfuß. Handwerkssachen gehören vor den Rat. Der eine sät, der andre schneidet. Wer sich wie Kot ans Rad hängt, den läßt man wie Kot daran hangen, bis ihn das Rad wie Kot wegwirft. Schläge sind behaltene Ware. Recht muß doch Recht bleiben. Überführen ohn Ertränken. Je mehr Seelen, je mehr Freude. So kauft man’s in der Apotheke. Weiber nehmen gern Drescher für Tröster. Unser Herrgott kann’s nicht allen recht machen. Kehr erst vor deiner Tür, dann hilf dem Nachbarn. Wie das Maul, also der Salat. Wer einem Reichern schenkt, gibt dem Teufel zu lachen. Sage nichts, du könnest es denn beweisen. Der Vollbauch lobt das Fasten. Wie man fragt, wird man berichtet. Die Schönheit ist ein guter Empfehlungsbrief. Es sind nur drei gute Weiber gewesen: die eine ist aus der Welt geloffen, die andre ist im Bad ersoffen, die dritte sucht man noch. Müßige Leute haben seltsame Gedanken. Kein Mahl taugt ohne Brot. Wenn der Schlag nicht offen steht, kann der Vogel nicht einfliegen. Anwerbung macht keine Verbindung. Junger Dieb, alter Galgenschwengel. Wer keine Hemden machen kann, muß die alten flicken. Eigenliebe Weckt des Hasses Triebe. Jeder meint, er habe das größte Kreuz. Töchter sind leicht zu erziehen, aber schwer zu verheiraten. Bei Ratsversammlungen haben die Wände Ohren. Ein Schwert hält das andre in der Scheide. Hierum und darum - gehn die Gänse barfuß. -

So die Gelegenheit grüßt, soll man ihr danken.

9:43 am February 26th, 2010

So die Gelegenheit grüßt, soll man ihr danken. Wenn das Wasser über die Körbe geht, soll man das Schiff ösen. Wer einen Gecken aussendet, dem kommt ein Narr wieder. Niemand hat sich übers Meer zu beklagen, der zum zweitenmal Schiffbruch litt. Wer Geld genug hat, der kauft, was er will. Tu nichts Böses, so widerfährt dir nichts Böses. Bist du ein Ackerochs, so begehr keines Sattels. Freundes Stimme, Gottes Stimme. Er traut seinen Schenkeln mehr als seinen Händen. In Worten zart, Zu Werken hart. Wenn das Salz dumm ist, womit soll man salzen? Man sieht manchen lachen, der weinen sollte. Ungeladener Gast Ist eine Last. Bist du kahl, so bocke mit keinem Widder. Wer oft schießt, trifft endlich. Er sieht gern tanzen, aber mit den Zähnen nicht. Wer mag jagen, Darf auch hagen. Böse Schuldner kriechen den Weibern unter den Pelz. Es hilft kein Wasser wider die Wassersucht. Reif und Regen Begegnen sich auf den Stegen. Mit kranken Beinen ist schlimm nach Rom laufen. Wer einen Schalk ins Kloster trägt, bringt einen Buben wieder heraus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich. Das Münch[n]er Kind kennt keinen höhern Turm als den Frauenturm. Zuviel Ist Satans Spiel. Die Rose, die man lang in den Händen trägt und daran riecht, bleibt nicht. Geduld ist ein edel Kraut, wächst aber nicht in allen Gärten. Einem Schalk brennt man zwei Lichter, dem Frommen kaum eins. Von Schweigen tut dir die Zunge nicht weh. Was man zu Abend um vieri tut, Kommt ei’m zu Nacht um nüni gut. Dem einen tödlich, dem andern läßlich. Der Wahn allein ist reich und arm.

Laß die Kirch im Dorf stehen. Der Gescheitere

8:14 am February 19th, 2010

Laß die Kirch im Dorf stehen. Der Gescheitere gibt nach. Lieb, Feuer, Husten, Krätze, Gicht Lassen sich verbergen nicht. Wer’s Latein nicht gelernt hat, der soll es ungebrüht lassen. Märzenluft, Aprilenwind Schaden manchem Mutterkind. Umsonst ist der Tod, aber er kostet Leute. Klopf auf den Busch, so fliegen die Vögel heraus. Glück und Unglück Ist aller Morgen Frühstück. Wer sich warnt, der wehrt sich. Gutschmecke Macht Bettelsäcke. Butter verderbt keine Kost. Leichter zeihen als beweisen. Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann. Sänger und Buhler lügen viel. Die meisten Stimmen gelten. Dem fliehenden Feinde baue goldne Brücken. Wenn die Henne nicht scharrt wie der Hahn, Kann der Haushalt nicht bestahn. Mancher hat kein Haar am Kopf Und kriegt doch einen tüchtigen Zopf. Wie das Gespinst, So der Gewinst. Es ist nicht gar ohne, was Herr Jedermann sagt. Reue ist ein hinkender Bote, sie kommt langsam, aber gewiß. Advokaten und Soldaten Sind des Teufels Spielkamraden. Der Bauch ist ihm so weich wie mir. Baden Wendet nicht allen Schaden. Er klagt sich wie eine rinnende Pfanne. Wer mit Soldaten will Ehr erjagen, Muß sie wohl zahlen und tüchtig plagen. Krank Fleisch, kranker Geist. Laß Gottes Wasser über Gottes Land laufen. Wer Mönch und Pfaffen schlagen will, schlage sie nur gar zu Tode. Wer im Sommer nicht arbeitet, muß im Winter Hunger leiden. In einem Schafstall kann ein Kalb König sein. Wenn ich gutes Wasser habe, laß ich das Bier stehen und trinke Wein. Wer recht tut, der ist wohlgeboren. Säst du die Gerste nach St. Vit, Bist du sie samt dem Sacke quitt. Klopft die Not an, so tut die Liebe die Tür auf. Silber auf der Tasche und keins drin ist des Teufels Arschwisch. Adel hat kein Erbrecht. Hunde, die einen Braten gerochen haben, wollen ihn auch gerne belecken. Recht hast du, aber schweigen mußt du. Geh nicht tiefer ins Wasser, als du schwimmen kannst. Es wagt keiner einen Heller an einen Topf, er klopft erst an, ob er klingt. Niemand nimmt sich selbst was vor übel. Afterreden und Zorn gehören sich nicht über Tisch. Eh man’s Hangen lernt, ist man halb erwürgt. Was der März nicht will, Das frißt der April. Wer Kammerjungfern freit und gern Kaldaunen ißt, Der frage nicht nachher, was drin gewesen ist. ..

Recht muß Recht finden. Regnet’s am Ostertag, so

1:25 am February 18th, 2010

Recht muß Recht finden. Regnet’s am Ostertag, so regnet’s alle Sonntag. Außen fix, innen nix, Außen nix, innen fix. All Ding ist nur eine Weile schön. Wollust Bringt Unlust. Am Ende kennt man das Gewebe. Wer weit will gehen, Muß früh aufstehen. Was schmeckt unversucht? sprach der Abt zur Jungfrau. Der eine gewinnt seine Nahrung mit Sitzen, Der andre mit Laufen und Schwitzen. Es hat wohl mehr denn ein König gebettelt. Unverdrossen Hat es oft genossen. Ich bin über die Erde erhaben, sagte der Dieb, da hing er am Galgen. Rips, raps, in meinen Sack, Der andre habe, was er mag! Der Rank Überwindet den Klang. Heller, steh auf, laß den Gulden niedersitzen. Alte Ziegen lecken auch gern Salz. Der Tod ist ein gleicher Richter. Sauer macht lustig. Den Geiz und die Augen kann niemand erfüllen. Wer heute mit rudert, soll morgen mit fahren. Buhlen bauen selten große Häuser. Wo Trauer im Haus ist, da steht Trübsal vor der Tür. Wer nicht wagt, Der nicht nagt. Wer beim Spiel borgt, gewinnt. Es mag einer seine Sache verschweigen, wenn er will. Gott hängt jedem ein Kläpperlein an. Übler Schütze, der zu früh losdrückt. -


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